winter cat

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summer cat

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meinen süßen kleinen Katerchen… Kann es kaum erwarten, irgendwas wie „Together Again“ mit ihm zu posten… noch 5 tage.

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Sayonara und Mangamuseum

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habe lange nichts gepostet und war überrascht, dass ihr mich trotzdem ließt. vielen dank, leute.und vielen dank an alle, die kommentieren und nachrichten schicken.

da mein Studium hier  jetzt zu ende ist, habe ich noch fast 2 wochen zeit, um alles zu machen, wofür ich sonst keine zeit hatte.

ich bleibe aber leider die ganze zeit zuhause, und halte alle fenster zu, weil es unmöglich warm und feucht draussen ist. hier habe ich meine Klimaanlage und alle filme, die mir einfallen, dass ich sie sehen will. und japanisches eiscream:minze, grüntee, orange, pfirsich, traube, ich glaub das waren meine lieblingssorten. der erste film war „Spread“, liebesgeschichte

war am montag im mangamuseum. war begeistert. auf dem rückweg musste ich natürlich manga kaufen. hab heute was davon gelesen, und es gefällt mir zum ersten mal. wer hätte das gedacht.

dort gab es eine ausstellung dedicated to Yokai. das sind Geister und Monster. habe dort 6 stunden verbracht, war sehr inspirierend. habe ein buch mit allen variationen der japanischen monster gelesen, das ich jetzt hoffe, irgendwo zu finden.

wollte hier über die besten monster erzählen. aber ohne buch erinnere ich mich nur an die frau mit zwei mündern und tofu-jungen. und an das monster der dreckigen badewanne, das das dreck von der badewanne ableckt. ich muss wohl nochmal hin. außerdem kommen dahin am wochenenden die studenten der kunstakademie, die manga als fach studieren, und malen Porträts der Besucher.

es gab heute noch eine andere Touristenattraktion. Für den Spaß musste sich der Tourist gegenüber eines fernsehers mit einer kamera oben drauf platzieren. Dann würden die kleinen gelben menschen sein Gesicht im Bild finden und ihm einen schnabel und eine sonderbare kopfbedeckung hinzufügen. Dann konnte der Tourist davon witzige Bilder machen und später bei Facebook posten. So much fun!

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Das ist die mumifizierte Kuh mit dem Gesicht eines Menschens (angeblich echt) und ein Fisch mit Armen und Schädel (aus dem Fischskelett, Papier, Kleber etc. gebastelt, also nicht echt)

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Oben: Yokaifiguren aus dem 18 Jahrhundert und der Riesenskelett-Yokai aus dem 19. Jh., wenn ich mich nicht irre

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Oben: die einäugige Schlange.

Dieser Rote Typ unten erinnert mich an den Liebhaber von Saddam Husseyn aus dem South Park- der Film.

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Das ist der Fuchs mit 9 Schwänzen. Kann sich in eine verführerische Frau verwandeln und mit den Männerherzen spielen.

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soundtrack of the day

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O-bento von Chuck

Heute hat ein total suesser Junge fuer mich ein O-bento mitgebracht. O-bento ist eine Lunchbox. In diesem Fall selbstgemacht.

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Der Junge heißt Chuck, ist gerade 21 geworden und ist geradezu besessen vom Kochen und Tee. Tee und alles, was mit tee zutun hat. Er studiert wie ich Philosophie, nur, anders als ich, in Berkeley.

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Es war so. Am Freitag saßen wir zufällig an einem Tisch beim Lunch. Ich aß Curry-reis aus der Mensa. Er aß Tofu, Reis und Gemüse, die wie ein Mosaikbild in seiner Lunchbox zusammenkomponiert waren. Das musste ich kommentieren.

Ich hatte in meinem O-bento nur Kirschen und Trauben, weil ich keine Zeit hatte, wie immer, irgendwas anstaendiges zu machen. Aber dafür war diese Box sehr huebsch. Das fiel ihm auf und er hat mir erzählt, was er an meiner Stelle damit gemacht hätte.

Am Ende des Essens nahm er meine Box mit, zusammen mit den Kirschen, die noch drin waren.

Und heute brachte er sie mir zurück, voller selbstgemachter japanischer Delikatesse. So lieb und aufmerksam, ich wünschte ich könnte mich revanchieren

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Das Geheimnis der Ikebana

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Das ist alles von mir. Ich lerne noch.

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Die beste Dozentin. I just love her.

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Habe mit dem Handy aufnehmen müssen.

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Ich ohne Schlaf

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Geisha

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Die kleinen Prinzessinnen der privaten japanischen Universität

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Auslandsstudentinnen, hier aus Indien und Hongkong

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Lunchbox mit den japanischen Trauben. Klitzerklein und sehr süss, aber auch irgendwie herb

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Dolmetscherin, die

Eben war ich in Doshisha University Career Center. Ich wusste gar nicht, was für Verdienstmöglichkeiten ich habe. Laut dortigen Mitarbeitern, wie eine Profi-Tennisspielerin. Jobsuche hieße nun auch „Jobwahl“ .

Mit den Sprachkenntnissen, die ich habe, gibt es viel bessere Karriere- und Verdienstmöglichkeiten, als ich gedacht habe. Ist das gut? Ich glaube ja.

Ich geniesse die Stunde.

Ich gehe dann mal lernen, damit mein Japanisch tatsächlich gut wird.

Der Tag ist gerettet. Und meinen Kopf habe ich immer noch.

 

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Barfly

Morgen werde ich mit dem Job in der Bar aufhören.

Jetzt sitzt hier der Mann, der die Beatrice nach der Farbe ihrer Schambehaarung gefragt hat. Eben hat er mir ein „Full-Course-Date“ angeboten.

Sein Gesicht hat seine Form verloren von Saufen. Seine Augen sehen aus, wie die Maultaschen. Und sein ganzes formloses Gesicht erinnert mich an die Frikadellen aus Rindleber, die man mich im Kindergarten gezwungen hat, zu essen.

Gespräche über Politik gemischt mit Toilettenhumor. Der Name Putin kam vom „Puh“.

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Ab fünf Uhr ist alles erlaubt

Heute habe ich aus irgendeinem Grund darueber nachgedacht, welche Männerhemden mir gefallen (bei Männern). Kariert, wie das karierte Heft. Dünne schwarze/blaue Linien auf Weiss. Plus eine grosse schwarze Uhr. So ein Büromensch nach dem Bürotag. Genau so einen Büromensch und seinen Kollegen in Schwarz durfte ich heute aus der Nähe. Sie waren eben hier in der Bar, wo ich hinter dem Tresen als eine Art ausländische Unterhaltung arbeite. Ich muss mich mit den Besuchern unterhalten. Aber nur, wenn ich gefragt werde. Sonst stehe ich still und aufmerksam da.

- Auf welche Frauen stehst du?- fragt der karierte Typ seinen Begleiter

- Wie Akiko Blablabla aus der Asahi-Frühstücksfernsehen.

- Ja, die ist geil. Vor allem die Titten.

- Ja, die Titten. Aber vor allem die Schluesselbeine. Die sind bei ihr genau richtig. Wenn die Frau zu dünn ist, dann stechen sie förmlich heraus, da kriegt man Angst. Und wenn zu fett, dann ist die Fläche völlig glatt und man sieht sie nicht.

- Nee, ich stehe auf die Titten. Wenn die keine Titten hat, dann geht bei mir gar nichts, sorry. Hey Junge, was ist mit dir, welche Titten magst du?- fragt er den Barman

- Aehmmmm.. Da ich schwul bin, ziehe ich es vor, dass mein Gegenüber gar keine hat. Entschuldigen Sie. Hätten Sie gerne noch was zu trinken?

- Nee, danke. Hör mal, und wie findest du die von der Sumiko Blabla aus der Serie „Blablabla“?

- Boah, die hat voll die geilen Moepse… Oh, verzeihen Sie. – wirft er mir zu.

- Ey, die versteht doch eh nichts…

- Doch, und ob ich was verstehe, – ich darf endlich was sagen

- Ich glaube, sie ist sauer.

- Sind Sie sauer?

- …

- Woher kommen Sie?

- Russland.

- Russland! Bortsch! Piiiroschki! Spasibaa!

- Woher aus Russland?

- St. Petersburg.

- Auf welche Frauen stehen die russischen Männer?

- Aehm… grosse Augen, lange Haare, figurbetonte Kleidung… was die Oberweite angeht, da trennen sich die Meinungen.

- Hey, wichtig ist doch nicht die Grösse, sondern die Form. Ich steh nicht drauf, wenn sie hängen.

- Naja, bei den Japanerinnen ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Busen hängt, gleich Null.

- Sie sagen besser Titten. Nur in Tokyo sagt man Busen. Dort sind die Menschen so distanziert, kalt. Ganz anders als hier in Kansai.

- Ja? Ich dachte, es wäre unhoeflich, Titten zu sagen. Meine japanische Freundinnen aus Doshisha Universität sagen immer Brüste oder Busen.

- Wahrscheinlich sind sie zu steif. Aber es ist gar nicht unhöflich in Kyoto, Titten zu sagen.

- Wirklich? Ob ich dann wohl im Gespräch mit einer Dozenten Titten sagen darf?

- Naja. Während des Unterrichts lieber nicht. Aber danach ist ok. Nach fünf Uhr ist alles erlaubt.

- Und was ist in der Mittagspause?

- Besser bis fünf Uhr warten. Wenn man mit dem Dozenten was trinken geht oder so, ist es dann voellig in Ordnung, Titten zu sagen.

- Wie interessant. Und welche Frauen mögen die japanischen Männer?

- Mit dem schönen Lächeln.

- Nur?

- Ach, wenn sie ein schoenes Laecheln hat und Titten, ist doch egal!

- Nee, warte. Ich mag es, wenn die Frau gut erzogen ist. Fein, zurückhaltend. Wenn sie das Gegenüber versteht, ohne dass man ihr alles sagen muss. In Japan spricht man nie die ganzen zehn Punkte raus, sondern nur drei davon. Und dann muss die Frau den Rest selbst verstehen und entsprechend handeln. Das ist die japanische Vorstellung von Schönheit einer Frau. Wird uns allen seit dem Kindergarten beigebracht. Ist ein Teil der Kultur.

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Schweinegrippe in Kyoto

Ein 10-jaehriger Junge wurde am Donnerstag hospitalisiert, wegen der Schweinegrippe. Die Uni Doshisha hat bis Donnerstag zu. Wir haben Frei. Aber so toll ist es nicht, wie es sich anhoert. Wenn man aus dem Haus will, muss man eine Maske tragen und bei jeder Gelegenheit die Haende waschen.

Auf den Strassen haben alle Masken an. Manche ziehen sie nur runter, um zu rauchen. Und dann wieder hoch. Kleine Kinder haben huebschere Masken, mit rosa Bluemchen und anderen Mustern. Ich trage eine langweilige weisse.

Man sagte mir, ich soll am besten die ganze Woche zuhause sitzen. Aber es ist so ein schöner Tag, also tue ich das nicht.

Bin entlang der Kamogawa zum Fitnessclub gelaufen. Weil im Bus die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, viel höher ist. Hier im Inspa tragen alle Trainer und alle an der Rezeption auch Masken. Überall hängen Zettel, die daran erinnern, dass man sich so oft wie möglich die Hände waschen soll, und sie dann mit dem eigenen Handtuch trocknen. Und den Hahn nur mit dem Papiertuch anfassen. Am besten, man trägt den ganzen Tag Handschuhe und desinfiziert sie Zuhause.

Zu dumm. Heute sollte hier ein Make-up Workshop von MAC stattfinden. Wird es aber nicht. Zu gefährlich.

Und wie gehe ich morgen zur Arbeit?

 

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She Works Hard For The Money

Ich arbeite bis 1.00 Nachts in der Bar. An zwei Tagen die Woche. Komme um 20 Uhr, und wenn keine Kunden da sind, gehe gleich nach oben, setze mich auf den Sofa und mache meine Hausaufgaben fuer die Uni. An den Montagen ist es manchmal so, dass es erst um elf Uhr Jemand kommt. Bis dahin lerne ich. Wenn jemand kommt, komme ich runter. Der Gast bekommt ein heisses Handtuch fuer die Haende, um sich gemütlicher zu fühlen,  einen Aschenbecher und ein Untersetzer mit einem kleinen Loch in der Mitte. Den legt man so, dass der kleine Lichtpunkt, aus dem Tresen darein scheint. Wenn der Cocktail dann darauf steht, leuchtet er. Für die Cocktails bin nicht ich zustaendig, sondern die beiden Profi-Bartender. Einer davon ist als bester in der Stadt ausgezeichnet worden, der andere als zweitbester des Landes. Man sieht ihnen auch gerne bei der Arbeit zu.

Ich muss noch in kleine Schaelchen Snacks fuellen. Es sind meistens Plaetzchen aus Reismehl, mit Wasabi- und Lotuswurzel, Soyasosse- oder sonst irgendwelchem Geschmack. Wasabi ist am besten. Und getrocknete Meeresfruechte gefallen mir auch..

Dann warte ich unaufdringlich, ob der Gast noch irgendwas braucht oder sich unterhalten moechte. Wenn er allein sein will, sehe ich das und gehe einfach zur Seite. Dann wird es langweilig, weil ich nichts zutun habe und auch nicht nach oben gehen darf. Wenn doch, vergeht die Zeit schneller. Und noch schneller, wenn der Gast mir einen Drink kauft. Selbst darf ich mir nichts kaufen, wenn ich arbeite. Und noch schneller, wenn ich Trinkgeld bekomme. Wie gestern. Es ist eher eine Ausnahme in Japan. Trinkgeld gibt es hier kaum irgendwo. Habe 2000 Yen in einem Schein bekommen. Weil es ein sehr seltener Geldschein ist. Als Geschenk quasi, aber trotzdem. Ich wusste vorher gar nicht, dass es hier andere Scheine als 1000, 5000 uns 10000 Yen-Scheine gibt, weil noch nie gesehen. Ach, das tut so gut. Ich will diesen Schein nicht wechseln, das wird ein Talisman.

Es war so ein charmantes betrunkenes junges Paar. Ich dachte erst, es waeren Schueler, weil sie beide in den Weissen Hemden mit Kravatten waren. Erinnerte mich an Schuluniform. Der Alter der Japaner ist eben schwer zu erraten. Die waren beide 28. Und witzig. Ich wuenschte, wir hätten nur solche Gäste. Aber die Stammgäste sind meistens über 50, nehmen sich sehr ernst und wissen nicht, wo Russland auf dem Globus ist.  „Ro-shi-a? Ro-shi-a?“

Ich freue mich, wenn ich die Gläser spuelen darf. Das mache ich gern. Und Trocknen auch. Sie sind sehr schön, diese Gläser.

Ich spare für einen Ruckflugticket. Den habe ich nämlich noch nicht.

Es nervt nur, jedes mal um 1.00 Uhr Nachts durch die ganze Stadt zu Fuss nach Hause zu laufen, oder 20% meines Abendverdienstes fuers Taxi auszugeben.

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An verschiedenen Tagen des Frühlings

Was ich in den letzten Wochen so gemacht habe, während ich nicht geschrieben habe?

Das ist mein neuer Arbeitsplatz. Die Bar Turquose in der Stadtmitte Kyotos. Ich muss hinter dem Tresen stehen und mich mit den Gästen unterhalten, die sich langweilen oder traurig sind, oder einfach nur reden wollen. Außerdem poliere ich diese wunderschönen Kristallgläser. Das ist meine Lieblingsbeschäftigung. Ich kann inzwischen das Glaß jeder Form von innen und aussen polieren, ohne der geringsten Anstrengung (ganz anders, als am Anfang). Ubrigens, in Billy hat man die Gläser (billigen mit der Bierwerbung drauf) gar nicht abgetrocknet. Hier darf es drin kein einziger Tropfen Feuchtigkeit sein, von den Wasserflecken kann gar nicht die Rede sein.

Und dann nimmt der Bartender so ein Glass und legt mit der Pinzette ein Großes Stück Eis, die Form erinnert an einen Diamant. Jedes Stück formen sie mit dem Messer, einzeln, bis es perfekt ist. Es gibt noch andere Formen, passend zu den anderen Gläsern, auch alle einzeln zugeschnitten. Soviel Arbeit, aber am Ende lohnt es sich. Übrigens, ich habe aufgehört, Alkohol zu trinken. Aus Prinzip. Aber ich sehe es mir gerne an, wie er zubereitet wird, immer noch.

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kirschen

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Das sind die ersten Kirschen (gewesen). Die von den Kirschbäumen, die mal so schön geblüht haben.

Wir haben einen wunderschönen Tag (die Sonne scheint wieder auf die Inseln). Das ist der Grund, warum ich jetzt wieder gehe. Euch auch einen wunderschönen Tag!

XX

Luba

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the weather is fine

Gestern hatte ich ein Sommerkleid und Sandalien an. Es waren 22°C und kein Wölkchen in Sicht. Sonne, immer noch blühende Bäume und der Duft von aprillo-frischo überall.

Heute ist die Luft feucht, Himmel Grau, ist aber warm wie in dem Dampfbad. Jeden Moment kann es regnen. Spannung in der Luft. Ich mag die Warterei nicht. Es soll endlich regnen.

Von dem jungen Mann, den ich dauernd ansehen muss, war es heute die rechte Seite, nicht der Rücken, wie die letzte Woche. Die Seite gefällt mir auch. Wir kommen nicht ins Gespräch, ich bin schüchtern. Dafür hat er sich heute im Seminar sehr oft gemeldet. Er ist so scharfsinnig und intelligent. Er kennt die Lehre von Konfuzius. Bin beeindrückt. Könnte endlos mit ihm reden, wenn ich könnte. Heute war ich aber so schüchtern, dass ich mich nicht gemeldet habe. Furchtbarer Tag, ich mag mich heute nicht. Ich denke, er (der junge Mann) ist ein Austauschstudent (ganz anders als ich). Seine Stimme ist tief. Wenn er vor dem Sprechen sich räuspert, drehen sich alle um und hören sofort zu, was er sagen will. Nicht jeder kann sich so räuspern. Und es ist so schwer, ich zu sein.

Die Raucherplätze in der Uni sind weg. Ich rauche nicht. Ich kaufe stattdessen Chupa-Chups. Cola ist meine Lieblingsgeschmacksrichtung. Abgesehen von dem Klassiker – Erdbeere.

Ein Amerikaner heute hat gedacht, ich wäre aus Frankreich, wegen meinem Akzent. Und meinem Outfit. Haha.

Heute Abend ist mein dritter Arbeitstag in der neuen Bar. Eine Stunde Smalltalk für 10 Euro. Verkaufe ich. Für Freunde und Kommilitonen umsonst.

Aber erst gehe ich in die SPA und entspanne mich in der „nanomist sauna“. Sauna mit dem Nanomist. Nebel, der „nano“ ist… Ich finde, es ist ein Dampfbad. Ja, und dann gibt es dort noch etwas, wo man auf den warmen Steinen liegt. Da schlafe ich immer ein. Und noch finnische Sauna und ein kühler Raum mit Mineralsalzreichen Luft oder sowas. Naja, und Sport natürlich. Ich mache Yoga.

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sakura, o-hana-mi und hellrosa schnee

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Sehr viel Fototapete gibt’s

in der Altstadt von Kyoto

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Ufer von Kamogawa („Entenfluss“, auf dem die Stadt steht)

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Händewaschen vor einem Schrein

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Light-up (raito-appu)

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Das ist mein Lieblingsort in Kyoto. An den beiden Ufern dieses Kanals sind die hübschesten Lokale und kleine Geschäfte. Kurz vor dem Sonnenaufgang, nach der Nacht in der Karaoke- Bar verbrachte ich hier die schönsten Stunden

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Einige Bilder hat dieser nette Amerikaner mir kurz ausgeborgt

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Hana-mi. Traditioneller Fest des Kirschblüten-Schauens im Maruyama-Park

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Abends

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Und Nachts

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Und Morgens wieder

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in der Uni

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während der Mittagspause

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Natürlich liebe ich es hier. Ich glaube, das sind die schönsten Tage des Jahres. Bald wird es sehr heiss werden. Sommerkleider werden bereits getragen. Kirschduft ist überall. Und die Blüten fallen von den Bäumen, wie der hellrosa Schnee oder Konfetti.

Die Uni hat auch wieder angefangen, nach den Ferien. Die neue Kommilitonen ziehen hinzu, wieder aus aller Welt. Den neuen Job fange ich am Montag an. Trage neue Sommersachen. Probiere neue Gemüsesorten. Beim Ikebana- Unterricht gibt es die neuen, der Jahreszeit entsprechende Pflanzen und Blümen. „Materials“, wie meine Professorin sagt.

Und trotzdem fehlt mir etwas.

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Bye bye BILLY

Kaum wurde ich von BILLY gefeuert (zuviel Alkohol und zu wenig Eis in den Cocktails, zu wenig Schaum im Bier, zu oft was den Freunden ausgegeben), hat mich ein anderer Job gefunden. Bye bye BILLY! Ciao, wässrige BLLADY MARYs!

Seit gestern bin ich einer Bare der hochklasse eingestellt. Hier mixen alles die Gewinner der Bartender-Wettbewerbe. Zwei distinguierte junge Japaner mit eleganten Manieren. Mein Job besteht nur darin, mich mit den Gästen zu unterhalten- auf Japanisch oder Englisch, oder was immer verlangt wird- ihnen warme Handtücher zu reichen und zu lächeln.  Mein Lohn ist zwei mal so hoch, wie früher. Und arbeiten kann ich, wann ich will . Die Stammkundschaft besteht aus den hohen Tieren verschiedener Branchen, aber hauptsächlich Filmidustrie, Noh- und Kabukitheater. Bin sehr gespannt. Mein erster Arbeitstag ist Montag Abend.

Gestern habe ich mich in der Uni draussen unter eine Sakura gesetzt, um mein Grüntee zu geniessen und emails vom Handy zu schreiben. Da kam meine Kommilitonin aus Deutschland, mit der wir vorher im kalten Streit außeinandergingen, mit einer anderen deutschen Freundin. Nach einem halben Smalltalk fragte sie plötzlich, ob ich eine Arbeit brauche. Ich brauchte eine. Und dann haben sie beide mir über ihre erzählt. Und schon am selben Abend wurde ich dem Chef vorgestellt. Er sieht aus und spricht wie der Pate aus dem Film, nur auf Japanisch natürlich. Die Bar sieht sehr apart aus. Kann es kaum erwarten, davon Fotos zu schießen und vor euch anzugeben.

Ach ja! Ich bin keine Hostesse oder sowas. Mein Uniform ist sehr bescheiden. Ein schwarzer Hemd mit Knöpfen bis zum Kinn. Und ich stehe die ganze Zeit hinter dem Tresen.

Und jetzt poste ich euch mal eine Ladung Sakura!:)

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Come rain or come shine

Deutschland schläft noch nicht mal, und ich genieße den Sonnenaufgang in Kyoto, von meinem Balkon, und höre melancholische Musik.

Kann nicht mehr schlafen bis 4 Uhr morgens.

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über mich

Ich bin in St.Petersburg (Russland) geboren. Im Winter.

Seit ich achtzehn bin (2001), lebe ich in Düsseldorf. Habe das deutsche Abitur.

Kann fünf Sprachen. Habe drei Jahren für eine Zeitung geschrieben.

Mein Vater war Seemann. Hat die Flottenakademie in St. Petersburg abgeschlossen. Meine Mutter ist Grundschullehrerin. Hat das Pädagogistische Institut in St. Petersburg abgeschlossen. Eine Akademikerfamilie. Mein voller Name ist Liubov, was heißt auf Russisch, „Liebe“. Man Vater lebt nicht mehr. Meine Mutter ist alles, was ich habe. Bin ein Einzelkind.

Ich studiere an der Düsseldorfer Uni Philosophie und Modernes Japan auf Magister. Nach vier Jahren Studium bin ich für ein Jahr nach Japan gegangen. Um am Ort Japanisch zu studieren und die Menschen zu beobachten. Japan, weil es so weit ist. Am anderen Ende der Welt. Weit weg von Russland, Deutschland und allen meinen Problemen. Ein Jahr Auszeit, um nachzudenken, was ich will. Umgeben von Magie, Exotik und Tausenden von neuen Eindrücken.

Bin heute mitten in diesem Auslandsjahr. Morgen ist der erste Tag von meinem zweiten Semester an der Universität Doshisha, in Kyoto. Ich mache hier ein Japanisch&Kultur Programm für Auslandsstudenten, aus aller Welt. Habe jetzt Freunde aus jeder Ecke des Planets. Habe jeden Tag zutun.

Miete einen Appartment, 20 Minuten Fussweg von der Uni entfernt. Ist recht groß, hatte Glück gehabt. Meine Vermieter kümmern sich um mich, als wäre ich ein Familienmitglied. Sie haben ein großes traditionell-japanisches Haus. Ich liebe sie.

Ich neige dazu, zu posieren und mich zu bemitleiden. Sage Gemeinheiten im Vorbeigehen und wundere mich dann, warum das niemand mag. Mir ist wohl klar, dass das gar nicht geht. Ich wäre gerne stärker. Und ein besserer Mensch. Ich versuche es.

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Le Voyage De Penelope

Dass ich in letzter Zeit so wenig schreibe, liegt daran, dass ich meine Lebensposition überdenke. Leicht ist es nicht.

Außerdem, hat es sich herausgestellt, ganz anders als ich am Anfang dachte, kann ich hier nicht alles erzählen, was mir passiert und was ich denke. Das überrascht mich selbst. Aber anders geht nicht. Was für den Blog gut wäre, wäre nicht gut für mich als Person, wenn ich es preisgebe. Zumal ich gar nicht weiss, für wen ich hier schreibe. Sich selbst Geschichten zu erzählen, habe ich keine Lust. Und den wenigen Freunden, die das lesen, kann ich privat alles erzählen, wenn ich denn will.

Ja, ich muss nachdenken, worüber ich hier schreibe. Neutral wäre es, über Japan zu schreiben, was ich hier sehe, oder?

Aber in den letzten Wochen bin ich eher mit meinen Tagträumen beschäftigt. Überlege die ganze Zeit, was ich vom Leben will.

Trotzdem, obwohl es meine Seite ist, und ich selbst zu entscheiden habe, ob ich was schreibe, habe ich ein wenig schlechtes Gewissen. Es sind doch schließlich 32 Menschen, die bei studivz in der „Luba`s Version of Japan“-Gruppe sind, und ich weiss auch, dass einige mitlesen, die es nicht sind. Und auch unbekannte Leute, die zufällig hier „hängengeblieben“ sind.

Irgendwelche besonderen Wünsche, die ich natürlich berücksichtegen werde? (ausgeschlossen mein Privatleben)

Ansonsten schreibe ich über die Zen-Tempel und Shinto-Schreine. Mir fällt auf, dass ich noch nichts darüber geschrieben habe.

Und über die Uni, und was ich hier mache.

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Along In Kyoto

Habe im Traum Ketten geraucht. Die ganze Packung Marlboro Lights in 1 Stunde. Dann kam mein Kater und sagte, er will jetzt endlich einen Katzenbaum, weil ich nicht da bin und sich keiner mit ihm beschäftigt. Dann war er weg und an seiner Stelle war ein Mann, der mir sehr wichtig war, aber sein Gesicht war verpixelt wie im „Geständnis“ und ich wusste nicht, wer genau das ist. Auf dem Tisch stand mein Spiegel, Kosmetikpinsel und andere interessante Geräte zum Hübschmachen, von denen ich nicht wollte, dass er sie sieht. Habe mich sehr geschämt.

Gerade hat meine Mama angerufen und gesagt, sie hätte keine Zeit, sich um Katzenbäume zu kümmern. Der arme Kater. Ich denke jeden Tag an ihn.

Ansonsten war gestern der erste Schultag nach den Semesterferien. Habe tausend Prospekte über verschidene Freizeitclubs der Uni bekommen. Vielleicht mache ich demnächst Karate oder lerne Gitarrespielen oder singe im Chor(das letzte unwahrschenlich)

Ich bin dieses mal in der Japanischgruppe, deren Stärke daran liegt, sich zu unterhalten, und die Schwäche, in Grammatik und Kanji (sino-japanische Schriftzeichen).

Dann wollte ich mir das eine oder andere Oberteil kaufen und bin in die Stadtmitte zu Fuß gegangen, entlang der Kamogawa. Auf diesem Fluß liegt die Stadt. Und blühen die Kirschbäume. Jetzt ist gerade die Zeit dafür. Nur war es leider sehr windig dieses mal. Trotzdem saßen einige Japaner auf den Picknickdecken und haben versucht, ihr O-Bento zu essen oder ein Buch zu lesen, sodass nichts davon von dem Wind weggeweht wird.

Das Oberteil habe ich nicht gefunden. Bald hatte ich auch keine Lust mehr, zu suchen. Darum saß ich nach einer Stunde in einem sehr gemütlichen Cafe mit einer großen Tasse au lait und habe die Papiere für den Semesteranfang ausgefüllt und das Publikum beobachtet. Unaufdringlich spielte Jazz-Musik. Und ich schrieb alles in mein Blocknot auf Russisch. Um zu sehen, ob ich es kann. Das Ergebnis poste ich in meinem russischen Blog, wo ich bisher nur einen Eintrag hatte.

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